Alpencup Oberstdorf 27.-29.9.12

Am Donnerstagnachmittag, nach der Ankunft in Oberstdorf konnten wir ein paar Trainingssprünge auf er neu umgebauten Oberstdorferschanze mit Hillsize 106 Meter machen. Die Schanze besitzt ein ziemlich flaches Profil. Da ich meine Sprünge zu wenig in die Höhe steigen liess, musste ich ziemlich kämpfen um auf eine gute Weite zu kommen, doch ansonsten waren es gute Sprünge und ich konnte auch gute Weiten realisieren.

 

Am Freitagmorgen war dann das offizielle Training angesagt. Dort konnte ich mit meinen Sprüngen einigermassen mithalten und war guter Dinge, dass ich auf den Wettkampf noch zulegen kann. Am Nachmittag schliesslich gingen wir als Team eine Wettkampfvorbereitung machen und ich konnte mich mit ein paar Sprüngen nochmals etwas puschen. Warm, gut gedehnt, super motiviert und voll bereit, gingen wir nun an die Schanze. Der Probedurchgang ging dann voll in die Hose und so war es nicht schwer mich auf den Wettkampf hin zu steigern. Ich sprang im Wettkampf dann 10 Meter weiter und dennoch resultierte nur ein 28. Zwischenrang. Die Analyse für den zweiten Sprung war klar, mehr Höhe muss her. Auch im zweiten Sprung habe ich mit meinem guten Flugsystem viel aus dem Absprung machen können, der immer noch zu aggressiv war und so hatte ich immer noch nicht eine ausreichende Höhe um mit den besten mithalten zu können. So resultierte am ersten Tag ein 28. Platz, was für mich nicht zufriedenstellend war. Dafür wusste ich genau, dass ich eine Schippe drauflegen kann für den zweiten Wettkampf. So genoss ich noch ein paar Minuten an der Schanze und schaute zum Mond auf um mich bereits neu zu motivieren.

 

Am Samstag fand der Wettkampf ebenfalls erst wieder am Abend statt. So gingen wir vor der Wettkampfvorbereitung unsere Kollegen der nordischen Kombination anfeuern. Sven Fawer konnte mit seinem 8. Platz zufrieden sein und seine gute Leistung motivierte mich noch zusätzlich, denn ich wollte es ihm gleichtun und ebenfalls in die Top 10. Der zweite Schweizer am Start der Nordisch- Kombinierer, Jan Kirchhofer, musste leider nach einem Sturz aufgeben. Direkt nach dem Lauf der Kombinierer gingen wir uns für den zweiten Wettkampf vorbereiten. Die Beine waren voll Power und die Gelenke geschmeidig für eine gute Position. An der Schanze angekommen, hat es begonnen zu regnen. Der Probe war der bisher beste Sprung vom Tisch, leider habe ich dann den Flug nicht mehr so gut hingekriegt wie am Tag davor, aber es war ja nur der Probesprung. Nach tollen Imitationen konnte ich auch auf der Schanze einen noch besseren Sprung zeigen. Aber dennoch konnte ich mich nicht bei den besten eingliedern, was ich mir auf Grunde des guten Sprunges nicht wirklich erklären konnte. Tja, es ist nun mal eine Freiluftsportart und so war es vielleicht auf den Wind zurück zu führen, dass es nicht die erhoffte Platzierung ergab, allerdings gab es noch einen zweiten Sprung. Dieser zweite Sprung gelang mir auch wirklich gut und ich konnte mich an die momentane Spitzenposition setzen. Aber dann war es ein klarer Fall, bei vier Springern später setzte der Aufwind ein und so wurde es nichts aus einem guten Resultat.

 

Der 32. Schlussrang war natürlich bitter, aber ich weiss nach diesem Wochenende trotzdem, dass ich gute Sprünge gezeigt habe und ich so bald wieder im „Aufwind sein werde“. Das nächste Ziel sind die Schweizermeisterschaften und der Fis-Cup in Einsiedeln vom nächsten Wochenende. Es würde mich sehr freuen, wenn sich der eine oder andere an den Einsiedler Schanzen einfinden würde.