Schweizermeisterschaften und Fis-Cup in Einsiedeln 5-7.10.12

Am vergangenen Freitag war der Start in ein intensives Wochenende mit 5 Wettkämpfen in nur 3 Tagen. Daher ging es am Freitagmorgen nochmals in den Kraftraum um den Beinen den letzten Schliff zu geben. Am Nachmittag war es uns Athleten freigestellt mit dem Regionalverband am freien Training teilzunehmen, was nur in Form eines Spiels getan habe. Ich habe da keine Sprünge gemacht, da es ziemlich windig war und der Wettkampf der Junioren am Abend stattfand, was hiess, dass es fast keinen Wind gab. So wurde die Schweizermeisterschaft mit dem Springen der Junioren und dem der Nordisch Kombinierer lanciert. Meine beiden Sprünge gelangen mir an diesem Abend nicht optimal, da ich den Schwerpunkt im Radius nicht auf dem ganzen Fuss halten konnte und zu dem noch zu spät beim Absprung war. Die Folge war, dass ich kaum Höhe hatte und so meine Sprünge für meinen Geschmack zu wenig ziehen konnte. Das Resultat gab mir recht, mit 105 und 108 Metern, konnte ich „nur“ auf Platz zwei hinter Luca Egloff klassieren.

 

Am Samstag ging es bereits am Morgen mit dem Teamwettkampf los. Ich durfte für das Team ZSV1 an den Start. Meine Teamkollegen waren Pascal Sommer, Samuel Wiget und Andreas Schuler. Wir konnten den Wettkampf nach dem ersten Durchgang spannend halten, da wir nur 5 Punkte Rückstand auf den OSSV hatten. Im zweiten Umgang konnten wir das Springen bis vor dem dritten Springer jeder Equipé anführen, doch dann überflügelten uns leider die Ostschweizer mit zwei hervorragenden Sprüngen. So reichte es wiederum nicht für meinen ersten Schweizermeistertitel. Am Mittag fanden dann die ersten Rangverkündigungen statt. Danach ging es gleich Schlag auf Schlag weiter. Für den Fis-Cup trafen sich alle 20 Schweizerathleten, um sich nochmals etwas vorzubereiten. Das offizielle Training liess ich aus und ging direkt in den Wettkampf, bei dem es gutes Wetter, sowie leichten Rückenwind und manchmal leichten Aufwind gab. Der erste Sprung gelang mir ziemlich gut und so konnte ich mich mit 111,5 Metern und guten Stielnoten auf dem 5. Rang nach dem ersten Durchgang klassieren. Die 1,8 Punkte Rückstand auf Rang 2, was nur gerademal einem Meter entsprach, wollte ich im 2. Durchgang wettmachen. Leider ist mir dies nicht gelungen und ich bin sogar noch etwas zurückgefallen und zwar auf den 8. Schlussrang. Nach dem zweiten Wettkampftag hiess es gut essen und sich etwas zu erholen um am nächsten Tag nochmals Vollgas geben zu können.

 

Der 2. Fis-Cup an diesem Wochenende fand schon früh morgens statt, so dass es hiess um 7:00 Uhr in den Sporthallen des Kloster Einsiedelns bereit zu sein um sich auf den Wettkampf vorzubereiten. Nach dieser Vorbereitung ging es ab in den strömenden Regen und die wechselnden Winde an die Schanze. Ich zeigte meine bis dahin besten Sprünge des Wochenendes im Probesprung sowie im 1. Durchgang. Nach dem besagten 1. Durchgang lag ich dank den guten Stielnoten in Führung und dies obwohl ich 05, Meter kürzer sprang als der weiteste Springer. Im 2. Durchgang durfte ich daher als letzter springe. Mein Sprung war wiederum viel zu spät am Schanzentisch und trotzdem schaffte ich es den Sprung noch auf 107,5 Meter zu ziehen und konnte so die Führung verteidigen, was gleichbedeutend mit dem Sieg war. Am Nachmittag ging es dann mit dem letzten Wettkampf des Wochenendes weiter und zwar war dies der Wettkampf der Elite Schweizermeisterschaften. Voller Motivation und mit grossem Selbstvertrauen ging ich in diesen Wettkampf bei wechselnden Winden. Im Probesprung hatte ich dann einen schlechten Sprung und viel Rückenwind erwischt und somit eine richtig schlechte Weite gezeigt, ich wusste aber, dass ich das viel besser kann. So gab ich natürlich auch im 1. Wettkampfsprung Vollgas und nach dem ich wegen zu starkem Wind nochmals vom Balken musste, setzte ich meinen besten Sprung des Wochenendes auf 99 Meter und ging zwischenzeitlich in Führung. Doch danach kamen noch 4 Springer, die weiter Sprangen als ich und so war es Zwischenposition 5 nach dem 1. Sprung. Im zweiten Sprung war ich leider ein weiteres Mal einiges zu spät am Schanzentisch und konnte dennoch eine grössere weite verbuchen als im ersten Sprung. Dies reichte jedoch nicht ganz um meine Platz zu behaupten und so viel noch auf den 6. Schlussrang zurück. Das Podest belegten dann Simon Amman als Schweizermeister, vor Gregor Deschwanden als zweiter und Luca Egloff als dritter.

 

Alles in allem war es für mich ein Erfolgreiches Wochenende, da ich zum einen ziemlich stabile Leistungen zeigen konnte und wenn man bei 4 von 5 Siegerehrungen dabei sein kann, war die Leistung wohl nicht so schlecht. Da nun die Sommerwettkämpfe vorüber sind, heisst es nun nochmals etwas an den Details zu schleifen, so dass es dann im Winter richtig rund läuft. In der kommenden Woche fahre ich daher auch nach Liberec mit 6 anderen jungen Springern zusammen, um einmal auf der Schanze trainieren zu können, wo dann ende Januar auch die Junioren-Weltmeisterschaften stattfinden.