Wisla – WM

Letzte Woche ging es für mich das zweite Mal nach Polen, das erste Mal war es allerdings wegen der EYOF vor 4 Jahren. Dort in Wisla fanden noch zwei Conti-Cups statt. Am Freitag im offiziellen Training fühlte ich mich schon wohl auf der Schanze und konnte mich im zweiten Sprung auch weitenmässig auch schon in die Top 10 einreihen. Am Samstag dann beim ersten Wettkampf, waren sehr faire Bedingungen und ich konnte mich gegenüber dem Training nochmals steigern und so klassierte ich mich nach Durchgang 1 auf dem 8. Platz. Der zweite Sprung war dann nochmals eine Spur besser, doch unten im Flug verschenkte ich noch einige Meter. So konnte ich mich noch um einen Platz verbessern und wurde 7. Das ist nun mein bestes COC-Ergebnis, worüber ich mich sehr freue, allerdings wäre es toll gewesen 6. zu werden und so das erste Preisgeld zu erhalten.

Am Sonntag waren wieder super Verhältnisse zum Skispringen und ich war heiss mein Ergebnis vom Vortag zu bestätigen. Im Probesprung sprang ich zu viel nach vorne und konnte meinen Sprung noch auf 114m retten. Im Wettkampf dann wollte ich es zu gut machen und so war alles zu verkrampft und ich konnte mich nur um 1 Meter verbessern. Das hiess Schlussrang 37 und somit kein 2. Durchgang. Direkt nach dem Springen fuhren wir dann nach Predazzo zur WM.

Nach meiner ersten Pressekonferenz und dem ersten Tag in Val di Fiemme hatten wir dann am Abend auch gleich das erste offizielle Training. Mir wurde die Startnummer 1 zugelost, was auch kein Vorteil war. Im ersten Sprung gab die Jury zu Beginn viel zu wenig Anlauf und so kam ich auf keine grosse Weite. In den folgenden Durchgängen änderte sich der Rhythmus zwischen den Durchgängen ständig, obwohl sie immer dasselbe sagten ( 5 Minuten Pause und dann 3 Vorspringer ). Egal, ich versuchte mich dadurch nicht aus der Konzentration bringen zu lassen. So konnte ich mich auch von Sprung zu Sprung steigern und machte im 3. Durchgang einen lässigen Sprung auf 120,5 Meter. Am zweiten Tag dann im zweiten offiziellen Training mussten unsere Trainer dann entscheiden wer nach Hause fahren muss von uns 3 ( Marco Grigoli, Killian Peier oder ich). Und nach dem guten 3. Sprung des Vortages hätte es so weiter gehen können, doch ich zog einen schlechten Tag ein und konnte in keinem der 3 Sprünge zeigen, was ich im Moment drauf hätte. So hiess es für mich noch am selben Abend packen und nach Hause fahren.

Schade um das tolle Erlebnis, aber nun kann ich dieses Wochenende beim COC Vollgas geben und mich so für weitere Aufgaben im Weltcup aufdrängen.