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Voll entspannt und ready to go!

Vor nun beinahe acht Wochen bin ich noch während der Saison nach Miami gereist. Es war schon hart, die Saison abzubrechen, doch als ich da war, konnte ich alles ziemlich schnell und einfach vergessen. Es ist mir so leicht gefallen, da ich auf super Leute getroffen bin und auch die Zeitverschiebung hat es mir schwer gemacht, die aktuellen Ereignisse in Europa live zu verfolgen. So ist beispielsweise die Nordische Ski WM in Lathi an mir vorbei gegangen.

Ich durfte in Miami eine tolle Zeit verbringen und eine ganz neue Lebensweise erfahren. Der Lebensstiel der Leute dort ist nicht so "straff", wie ich es mir aus der Schweiz gewohnt bin. So habe ich nicht selten eine halbe Stunde auf andere Leute gewartet. Auch die Unternehmenslust ist einigen am schönen Strand total abhanden gekommen, so bin ich oft selber trainieren gegangen und habe auch Museen besucht. Cool war auch der Ausflug mit einer Gruppe Freunden nach Key West, wo es richtig tolle Sonnenuntergänge zu bestaunen gab. Ebenfalls cool an diesem Trip nach Key West war, dass wir mit zwei Ford Mustang Cabriolets da runter gefahren sind.

Etwas, das mir am allerbesten gefallen hat, war das Calle Ocho Festival im Stadtteil Little Havana. Es ist ein riesiges Festival der Südamerikanischen Kulturen. Die Leute haben auf der Strasse vor diversen Bühnen mit live Musik getanzt und es gab etliche Essens- und Getränkestände, an denen man billig, super leckere Spezialitäten kaufen konnte. Sehr gut geschmeckt haben mir die Arrepas und die Paella.

Auch für Kunstliebhaber bietet Miami einiges und da ist wohl der Stadtteil "Wynwood" kein Geheimtipp mehr... auch ich habe mich von diesem Gebiet verzaubern lassen und bin oft dorthin gegangen und habe mir die wunderbaren Graffities angeschaut. Aber auch die kleinen Gallerien überall dort waren ganz schön. Das beste waren aber wohl die Bars und Lounges, die oft einen Garten im Innenhof hatten, dessen Wände ebenfalls mit Graffities dekoriert waren und zudem gab es oftmals Foodtrucks oder Stände. Live Musik war ebenfalls immer vorhanden, die man entweder tanzend oder auf einem gemütlichen Sofa geniessen konnte. Aber auch das Perez Art Museum war sehr eindrücklich mit einer interessanten Ausstellung und auch das Gebäude selber ist ein sehr spannendes Bauwerk von Herzog&De Meuron.

Natürlich habe ich auch ständig dafür gesorgt, dass ich jetzt nicht wieder bei null beginnen muss im Training. So habe ich einige Trainingseinheiten am Strand gemacht, wobei ich oft wie ein kleines Würmchen gewirkt haben muss neben all den Muskelbergen um mich herum. Auf den Wiesen der Parks konnte ich auch gut diverse Sprungvarianten machen und auch in die Fitnessstudios bin ich gegangen, wenn auch nicht oft, da diese sehr, sehr teuer waren.... Ich würde sagen, ich habe es geschafft fit zu bleiben. Vermutlich auch dank einigen Beachvolleyball-Sessions, welche immer richtig spassig waren, da alle Beteiligten relativ gute Volleyballer waren.

Nach den sieben Wochen, bin ich jetzt aber wieder froh, dass ich zu Hause bin. Damit beginnt nun eine weitere sehr spannende Zeit, mit der Vorbereitung auf die neue Saison und der Suche nach Sponsoren etc.

Beste Grüsse

Pascal

#fertigusbildig #roadtoolympia

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Restart - Road to PyeongChang

Tja nach dem unglaublichen Erlebnis des First-Jumps in Engelberg gab es nicht mehr viel zu berichten. Ich konnte in der folgenden Woche noch einige Trainingssprünge in Engelberg absolvieren, die ganz ok waren. Dann habe ich die Chance erhalten an der Quali beim Weltcup teilzunehmen, doch konnte ich diese Chance nicht nutzen.

Während des Weltcupwochenendes habe ich mich dann auch verletzt und mir das Innenband am rechten Knie gezerrt. So bestand mein Dezember und Januar vor allem aus Physio. Neben der Physio und dem Aufbautraining habe ich die jungen Skispringer des Skiclubs einige Male trainiert. Als ich wieder springen konnte, ging es nicht wie gewünscht und da noch andere Dinge zu klären waren, musste ich mich dazu entscheiden, die Saison abzubrechen.

Nach einer ausführlichen Analyse des ganzen letzten Jahres und dem Beginn meines neuen Weges, habe ich mich entschieden nun nochmals richtig Abstand zu gewinnen und Energie zu tanken. Daher gehe ich nun nach Miami um den Sprachaufenthalt noch zu erledigen, damit ich mein Lehrdiplom erhalte.

In dem Sinne bis im nächsten Sommer und meinen Teamkollegen wünsche ich natürlich noch eine gute restliche Saison und eine tolle WM in Lathi!

 

#Roadtopyeongchang #Sport2000

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"First Jump" - Engelberg

Gestern hatte ich die riesige Ehre, die neue Schanze in Engelberg zu eröffnen! Für mich war es ein geniales Erlebnis und vermutlich werde ich so etwas nicht mehr erleben dürfen, dass ich der Allererste auf einer neuen Schanze sein werde. Die Schanze war perfekt präpariert und dies obwohl es um die Schanze nach wie vor ziemlich grün ist.

Bevor ich um 17:04 den ersten Sprung absolviert habe, konnte ich die Schanze entspannt besichtigen und wurde dabei von diversen Journalisten begleitet. Dazu konnte ich mich mit dem Schanzenchef und dem Schanzenbauer über die neue Schanze unterhalten. Besonders das neue Lichtsystem, welches in der Spur integriert ist, gab Diskussionsstoff. Auf diese LED-Leuchten in der Spur war ich besonders gespannt. Doch leider wurde kurz vor dem ersten Sprung festgestellt, dass der Installateur das Lichtsystem abgehängt hat und es erst im Verlauf der nächsten Woche noch feinjustiert wird.

 

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Der Winter 2016/17 steht vor der Tür

Lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Der Frühling und der Frühsommer waren geprägt von der Heilung meines Fusses, sowie dem Abschluss meines Studiums. Mein Fuss wollte nicht so rasch verheilen, wie ich es gehofft habe. Das hat dazu geführt, dass ich erst ab der zweiten Juli Woche wieder voll trainieren konnte. Die Schmerzen kamen immer wieder und vor allem die Beweglichkeit lies zu wünschen übrig. Dennoch konnte ich zu Beginn einige gute Sprünge abrufen und konnte mich immerhin für den Hauptbewerb des Sommer Grand Prix in Einsiedeln qualifizieren. Danach hatte ich schwere Monate vor mir. Immer wieder hatte ich Schmerzen im Fuss und die Beweglichkeit war sehr Tagesform abhängig. Auf der Schanze klappte bald gar nichts mehr, so dass ich mich schliesslich für einen Reset entschieden habe. Das heisst die kleine Schanze und kurze Skier waren es für ein paar Wochen, die mein Training bestimmt haben. Langsam ging es in kleinen Schritten wieder vorwärts. Meinen nächsten Wettkampf hatte ich erst an der Schweizermeisterschaft. Am ersten Tag, bei dem wir den Teamwettkampf gewinnen konnten, bin ich sehr anständig gesprungen und konnte sogar den Schanzenrekord mit 110 m für mich in Anspruch nehmen. Tags darauf fand der Einzelwettkampf statt und bei dem konnte ich nicht im Entferntesten an die Sprünge vom Teamwettkampf anknüpfen und so reichte es nur für den 9. Schlussrang. Das hiess in der weiteren Folge, dass ich meinen ersten Wettkampf der Wintersaison erst in Engelberg in Angriff nehmen werde.

In den Trainings kommt es nun konstant immer ein wenig besser und es fehlt nur wenig um einen grossen Schritt machen zu können. Ich bin optimistisch, dass ich diesen Schritt in den nächsten Wochen noch machen werde. Die ersten Sprünge auf Schnee habe ich diese Woche in Ramsau absolviert und konnte mich so schon an den Schnee im Auslauf gewöhnen. Dazu war es wieder einmal ein wenig unruhiger in der Anlaufspur, was auch wieder einmal gut war. Nun freue ich mich, dass ich am 10. Dezember die Schanze in Engelberg eröffnen darf.

Ich freue mich darauf, dass ich euch alle in Engelberg sehen werde am 16.-18. Dezember und bis dahin, Hopp Schwiiz!!

Trainingsauftakt in Giverola!

Kaum ist die Saison zu Ende gegangen, haben wir die neue Saison mit einem Trainings- und Teambildungskurs in Giverola, Spanien, begonnen. Davor noch ein kurzes Update zu dem was im Rest des Winters noch lief.

 

In Planica und Zakopane konnte ich immerhin an einem Wettkampf COC-Punkte sammeln. Anschliessend ging es nach Iron Mountain, wo mich wie die letzten beiden Jahre schon ein Highlight erwartete. Am Samstag sind sagenhafte 15'000 Leute an der Schanze gestanden, was dort ganz speziell ist, da die meisten in ihren Trucks sitzen und hupen statt zu jubeln. In beiden Wettkämpfen konnte ich einen tollen ersten Sprung setzten und diesen nicht bestätigen... schade aber weiter ging es nach Brotterode, wo ich leider mein "Hühnchen" mit der Schanze nicht rupfen konnte und somit keine Punkte ergatterte. Zum Abschluss reisten wir noch nach Vikersund, doch auch da lief es nicht nach Wunsch.

 

Nach den Wettkämpfen habe ich dieses Jahr gar keine Pause eingelegt, sondern direkt wieder mit dem Kraftaufbau begonnen. Die Analysen wurden intensiv und ehrlich gemacht und Schlüsse wurden gezogen. Kaum war das Weltcupfinale in Planica vorbei, so beginnt der April. In diesem Jahr hat der April für mich nicht gut begonnen, denn ich habe mir am 1. April die Aussenbänder am Fuss gerissen und leider ist das kein verspäteter Aprilscherz. Das heisst seit dem Unfall, bei dem ich mir den Fuss übertreten habe, gehe ich an Krücken und hoffe, dass es so schnell wie möglich wieder ganz ausgeheilt ist.

Dennoch haben wir bereits ein erstes Trainingscamp hinter uns, bei dem ich auch mit dabei war. Meine Teamkollegen haben sich oft aufs Bike gesetzt, während dem ich im Hotel geblieben bin und andersweitig trainiert habe. Ich konnte dank dem super Angebot im Giverola Resort sehr viel trainieren. Ich habe Core Stability, Yoga, Aqua Gym, Pilates, Minigolf, Bogenschiessen und Kanufahren gemacht. Aber auch neben den Trainings war es ein sehr gelungenes Camp, mit Sitzungen und Spielabenden, wobei man einen super Teamspirit spüren konnte!

 

Nun steht für mich jede Woche viel Physio auf dem Programm, so dass ich möglichst schnell wieder voll belastbar bin und wieder auf und neben der Schanze alles geben kann! Die Motivation stimmt, Vollgas!

Zwischenbericht

Und schon ist es Februar....

Nach Winter sieht es draussen nach wie vor nicht aus und dennoch gehen wir schon in Richtung Schlussspurt der Saison. Angefangen hat mein Winter soweit relativ gut mit den ersten COC's in Rena wo ich zweimal punkten konnte. Danach stand bereits das erste Highlight mit dem Heimweltcup in Engelberg vor der Tür. Leider konnte ich mich da beide Male um Haaresbreite nicht für den Wettkampf qualifizieren, was mich sehr ärgerte. Nur zu gern hätte ich mein Können dem heimischen Publikum gezeigt! Anschliessend an die kurze Weihnachtspause ging es weiter mit dem COC in Engelberg, wo ich einfach nicht zurecht kam. Ich konnte keine weiteren Punkte einfahren. Zu Neujahr gingen wir dann nach Garmisch-Partenkirchen, leider nicht zur Tournee sondern zum Deutschland-Pokal und dem COC. Auf die COC's vom Wochenende hin konnte ich sehr gute Trainingsleistungen zeigen, doch dann wurde ich krank. Ich konnte es während der Wettkämpfe zwar gut beiseite legen, dass ich nicht fit war, doch die Resultate sprachen für sich.

Danach legten wir ein Trainingscamp in Lillehammer ein. Es herrschten super Bedingungen und man kam sich auch mal vor wie im Winter bei der traumhaft verschneiten Landschaft und -12 Grad. Die Trainings waren für mich sehr wertvoll und diese Fortschritte wollte ich auch gleich in die Wettkämpfe in Zakopane mitnehmen, wo der Weltcup eine Station hatte. Doch leider gelang es mir überhaupt nicht und dennoch konnten wir als Team einen 7. Rang erzielen und haben die Japaner hinter uns gelassen. Weiter ging es für mich am letzten Wochenende in Bischofshofen wo es zwei weitere COC-Wettkämpfe gab. Ich konnte mich dort fast in jedem Sprung ein wenig steigern und so habe ich zumindest wiedereinmal gepunktet. Dennoch bin ich nicht zufrieden mit meiner Ausbeute, da ich aus diesen Sprüngen ganz leicht viel mehr machen hätte können/müssen. Daher reichte es nicht um mich für die bevorstehenden Weltcups in Oslo aufzudrängen. Nun geht meine Reise weiter nach Planica und an diese Schanze habe ich durchaus gute Erinnerungen. Ich freue mich darauf Vollgas zu geben und zu zeigen, was ich wirklich kann! :-D Denn es warten noch einige Stationen im Weltcup, an welchen ich gerne teilnehmen würde.

Der Winter ist da!

Der Winter hat uns mit den ersten Schneefällen und etwas kühleren Temperaturen begrüsst. Die Chance, dass man in Klingenthal nach dem Saisonauftakt des Weltcups springen konnte, nutzten wir zugleich für die ersten Schneesprünge. Es war richtig cool endlich wieder Schnee von oben bis unten unter den Skiern zu haben! Meine Sprünge waren zwar noch nicht ganz alle wie ich es wollte, doch waren einige dabei, mit denen ich sehr zufrieden bin. Nun freue ich mich, dass es bald nach Norwegen geht, wo für mich der wettkampfmässige Auftakt des Winters sein wird!

Hoffentlich gids nu chli meh Schneey und hopp Schwiiz!

Grosse Reise

Made by Berkutschi
Made by Berkutschi

Der Herbst zieht langsam aber sicher ein, womit der Sommer Grand Prix beinahe beendet ist und der Winter naht. Es ist das erste Mal, wo ich bei allen Springen, die bis jetzt stattgefunden haben, antreten durfte.

 

Begonnen habe ich in Wisla, wo ich die Atmosphäre mit den vielen polnischen Fans genossen habe. Leider wurde ich in der Qualifikation für den ersten Einzelbewerb disqualifiziert, da ich das Schrittmass nach der neuen Regelung nicht hinbekommen habe. Im Team sind wir als 9. knapp am Finaldurchgang vorbei gesprungen.

In der folgenden Woche standen bereits die Wettkämpfe in Hinterzarten (GER) auf dem Plan und es gab wiederum ein Einzelspringen und ein Teamspringen. Mit der Verstärkung von Simon Ammann konnten wir im Teamspringen den Finaldurchgang erreichen und wurden 8., wobei der 6. Platz durchaus im Bereich des Machbaren gewesen wäre. In der Qualifikation für den Einzelwettbewerb konnte ich einen super Sprung zeigen, welchen ich im Hauptwettkampf nicht ganz wiederholen konnte. Damit klassierte ich mich auf dem 40. Rang, wobei das Feld sehr eng beisammen war.

 

Anschliessend kam bereits die Woche mit dem Heim-Grand-Prix! Am Tag vor dem Wettkampf in Einsiedeln gab es noch eine Konkurrenz in Courchevel (FRA). In der Qualifikation konnte ich wiederum einen tollen Sprung zeigen und wurde 10. Leider konnte ich auch dieses Mal nicht ganz an der Qualifikation anknüpfen und wurde 40. Nach der Reise zurück hatten wir einen kompakten Wettkampftag in Einsiedeln, wo ich im Training noch schlecht gesprungen bin. In der Quali konnte ich wiederum einen tollen Sprung auf 114m zeigen und qualifizierte mich souverän. Im Wettkampf gelang der Sprung nicht ganz wie ich es wollte und so resultierte ein 33. Rang, womit ich mich wiederum nicht für den Finaldurchgang qualifizieren konnte.

 

Nach einer Woche in der keine Wettkämpfe stattgefunden habe, begann die Tour im Osten. Zuerst sind wir nach Japan gejettet und hatten dort zwei Wettkämpfe. Beim ersten konnte ich mich mit einem guten ersten Sprung als 11. für den Final qualifizieren und fiel dann im Final noch zurück. Am zweiten Tag missriet mir mein Wettkampfsprung und so gab es dann leider keine Punkte. Auf die beiden Wettkämpfe in Japan folgten zwei weitere in Chaikovsky (RUS). Wegen starken Winden wurde der erste Wettkampf von der grossen auf die kleine Schanze verlegt, wo ich mich wiederum mit einem guten ersten Sprung für den Final qualifizierte. Es resultierte am Schluss ein 27. Rang. Beim zweiten Springen hatte ich zwar gute Bedingungen konnte diese aber überhaupt nicht nutzten und so gab es dort keine weiteren Punkte.

Zum Schluss der Tour durch den Osten bestritten wir zwei Wettkämpfe im kasachischen Almaty. Der erste Sprung beim ersten Wettkampf war ein wirklich toller Sprung doch leider wechselten dann die Bedingungen zu gunsten der anderen Springer, aber ich klassierte mich dennoch mit den 131,5m als bester Schweizer auf dem 9. Rang. Im zweiten Sprung bin ich mit einem etwas schlechteren Sprung noch auf den 14. Rang zurückgefallen. Aber das ist ja ein Top 15 Ergebnis, welches mich doch zufrieden stellte :-D. Beim zweiten Wettkampf erreichte ich Weiten von 128,5 und 126 Metern und wurde damit 21.

Nun steht noch ein letzter Wettkampf im Rahmen des Sommer Grand Prix in Hinzenbach an, wo ich hoffentlich noch einmal mitspringen darf.

 

Liäbs Grüässli

 

 

Sommer Grand Prix steht an!

Nach dem eher gemütlichen April aus meinem letzten Bericht, ging ich mit vollen Batterien und einer enormen Motivation ins Aufbautraining im Mai. Ich konnte es auch kaum abwarten, bis ich endlich wieder die ersten Sprünge auf der Schanze machen durfte. Die Zeit der Vorbereitung verging enorm rasant und schon war es wieder Anfangs Juli wo die ersten COC und FIS-Cups anstanden. Die Regeländerungen im Bereich der Vermessung von uns Athleten hat von uns auch einen Fokus neben der Schanze verlangt und so musste am Material einige kleine Änderungen vorgenommen werden.


COC in Kranj ist angesagt. Vorgängig konnte ich sehr gut trainieren und war mit meinen Sprüngen sehr zufrieden. Allerdings sind die Sprünge in der Woche direkt vor dem Wettkampf nicht mehr so gelaufen wie zuvor und so war ich gespannt, zum einen was ich abliefern kann, zum anderen wo wir ungefähr stehen. In beiden Wettkämpfen reichte es nicht für den Finaldurchgang, doch war ich beide Male nicht weit davon entfernt und es wäre mit jeweils ein wenig mehr gegangen. Dazu muss ich sagen, dass ich in beiden Wettkämpfen leider nur ein Schanzenfahren produziert habe.

Anschliessend an die Wettkämpfe in Kranj wo es jeweils sehr heiss war, verbrachten wir gleich noch eine Woche in Planica wo wir ein Trainingscamp mit allen Swissski-Athleten durchführten. Bereits am folgenden Wochenende standen noch zwei Fis-Cups in Villach an und daher ging ich gar nicht zurück in die Schweiz sondern überquerte lediglich die Grenze nach Österreich.


Der Fis-Cup in Villach verlief dann schon eher nach meinen Vorstellungen. Ich wurde 6. und 7. und wusste doch, dass es noch einige Reserven gab, welche durch Kleinigkeiten herauszuholen sind. Doch für den Moment erfreute ich mich ab den Resultaten und nahm das positive Feeling mit in die weiteren Trainings.

Nach dem Fis-Cup bin ich gleich noch bis Donnerstags in Villach geblieben, habe dort im Rahmen des Swissski-Sommercamps einen J+S-Kurs absolviert und selber noch einige Trainingseinheiten gemacht. Die Woche mit den vielen Jungen hat mir sehr Spass gemacht doch freute ich mich dann am Donnerstag doch, dass ich nach zwei Wochen in Slowenien und Österreich wiedermal nach Hause konnte.

Nun konnten wir noch einige gewinnbringende Trainingseinheiten in Oberstdorf und Einsiedeln machen und ich habe nochmals einen Schritt machen können. Nun steht am nächsten Wochenende der Auftakt des Sommer Grand Prixs in Wisla an wo ich im Einzel antreten werde und auch in unserem Schweizer Team mitspringen darf!

Nun der Sommer Grand Prix beginnt und das heisst es geht kein Monat mehr bis wir in Einsiedeln den Sommer Grand Prix haben dürfen! Also SAVE the DATE 15. August 2015 und kommt alle an die Schanzen Einsiedeln um mich und meine Teamkollegen zu unterstützen!

April, chill ;-)

Nun ist der April auch schon wieder vorbei und somit eine etwas gemütlichere Zeit für mich. Trainiert habe ich die meiste Zeit für mich und hatte so auch Zeit um im schulischen Bereich vieles zu erarbeiten.

Obwohl wir keine Wettkämpfe haben, bin ich manchmal auf sportlicher Mission unterwegs. Sei es beispielsweise für die Schwyzer Sportlergala oder für das Athleten- Parlament von Swissolympic. Aber auch am Luzerner Stadtlauf durfte ich Gast sein und zusammen mit Andreas Schuler, Urs Kryenbühl, Roman Schaad und Andrea Waldis den Kanton Schwyz beim Solidaritätslauf vertreten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Hansueli der uns immer unterstützt wo er nur kann.

Aber wie gesagt, es war eine erholsame Zeit, wo ich mich öfter mit Freunden getroffen und bei verschiedensten Aktivitäten fit gehalten habe und mich dennoch erholen konnte.

Nun geht es dann bald wieder VOLLGAS weiter, worauf ich mich bereits freue!

 

En Hiubä

Saisonrückblick 2014/15

Ups, dann ist die Saison schon wieder vorbei. Es kommt mir vor, als hätte ich euch allen erst gerade ein gutes 2015 gewünscht aber doch ist es bereits wieder Ende März. Ich entschuldige mich, dass ich hier schon länger nichts aktuelles aufgeschaltet habe. Darum  nun eine Kurzfassung dessen, was seit dem Januar so gelaufen ist.


Im Januar gab es leider nichts erfreuliches zu berichten. Wir konnten wegen der schlechten Schnee- und Wetterbedingungen kaum trainieren und leider konnte ich mich in Engelberg nicht für die Einsätze gleich zu Beginn des neuen Jahres aufdrängen. So konnte ich lediglich an einem einzigen Conticup in Planica mitspringen, bei welchem ich zwar einen guten Sprung zeigen konnte, doch mit den Bedingungen kein Glück hatte und daher keine Punkte holte. Mein nächster Einsatz war dann in Brotterode, währenddem in Kasachstan die Junioren Weltmeisterschaften stattfanden. Doch auch in Brotterode konnte ich mich bei dem einen Wettkampf, welcher durchgeführt werden konnte, nicht in den Punkterängen klassieren, auch wenn nur sehr knapp nicht.

Nach Brotterode durfte ich dann aber mit nach Iron Mountain, welches in Amerika liegt. Die Schanze ist etwas ganz spezielles, da wir so etwas in Europa nicht mehr haben. Der hohe Turm mit den dünnen Stahlstützen und die Holzlatten gleich neben dem Anlauf, welche als Treppe dienten, waren nicht gerade vertrauenserweckend. Windig ist es an diesem Hügel auch immer und auch dieses Jahr hat der Wind für einige Kapriolen gesorgt. Mir hat das alles nichts ausgemacht. der erste Wettkampf musste nach rund 15 Springern abgebrochen werden wegen Schneefalls. Daher wurden am zweiten Tag gleich zwei Wettkämpfe durchgeführt. Ich konnte wirklich lässige Sprünge zeigen und war an diesem Tag die Konstanz in Person. Mit zwei Sprüngen auf 127,5m einem Sprung auf 123,5m und dem letzen Sprung auf 128,5 konnte ich mich beide Male in den Top Ten rangieren und dies als 8. und 9.

Nach diesem wirklich coolen Trip nach Amerika ging ich nach Titisee-Neustadt. Dort ist es mir in den ersten beiden Wettkämpfen wieder gelungen in die Punkteränge zu springen. Beim dritten Springen habe ich diesen leider mit einem schlechten Sprung verpasst. In Seefeld dann bin ich nie ins Fliegen gekommen und so kamen keine weiteren Punkte mehr dazu bevor wir dann zum Saisonfinale nach Nizhny Tagil fuhren. Dort konnte ich im ersten Wettkampf noch mit einem 24. Rang punkten. Im finalen Wettkampf hatte ich eigenltich einen sehr guten Sprung vom Tisch weg, doch die Windkapriolen haben es mir verunmöglicht den zweiten Durchgang zu erreichen.

Schade musste die Saison ohne Finaldurchgang zu Ende gehen.


Alles in allem war es für mich eine sehr schwierige Saison. Bereits im Sommer konnte ich nie wirklich konstant auf einem ansprechenden Niveau springen, so wie dann auch im Winter nicht. Von den Resultaten her bin ich überwiegend sehr entäuscht, aber aus solchen schwierigen Phasen kann man enorm viel lernen.

Die Analysen auf allen Ebenen sind voll im Gange, nun geniesse ich einige etwas ruhigere Tage bevor ich dann mit den Saisonvorbereitungen für die neue Saison beginne. Ich bin voller Motivation und Zuversicht, dass ich die richtigen Schlüsse ziehen werde und mich in der kommenden Saison von einer besseren Seite präsentieren kann.

Vielen Dank an alle für die super Unterstützung.

Gutes 2015!

Ich hoffe ihr seid alle gut in das neue Jahr 2015 gestartet! Kurz vor dem Jahreswechsel standen 2 Weltcupspringen sowie 2 Continentalcups auf dem Plan. Alle 4 Springen fanden in Engelberg statt. Vor heimischem Publikum zu springen hat natürlich Spass gemacht. Die Schanze war top präpariert, wobei es beim COC doch sehr schwierige Verhältnisse zu meistern galt. Es gab viel Neuschne was Marco Grigoli leider stürtzen liess. Bei diesem Sturz zog er sich leider eine gravierende Fussverletzung zu, so dass er die Saison abbrechen musste. In dem Sinne gute Besserung Marco und das du bald wieder springen kannst!

Für mich persönlich hätte das Weltcupwochenende mit einem guten Sprung vom Tisch weg angefangen. Doch dann vermochte ich die gute Ausgangslage in der Luft nicht zu nutzen und scheiterte so leider bereits in der Quali. Auch die Quali vom Sonntag schaffte ich leider nicht. Die Weihnachtstage standen vor der Tür, welche ich sehr genoss. Anschliessend bei den COC-Springen konnte ich meine Leistungen technisch gesehen zwar abrufen, allerdings kam ich einfach nicht ins fliegen. Am Montag nach den Wettkämpfen konnten wir noch ein Training machen. Dort gelangs es mir seit längerem wiedereinmal nicht nur technisch saubere sondern auch weite Sprünge zu machen. Mit diesem guten Gefühl freue ich mich nun sehr auf die nächsten Sprünge und auf weite Flüge im 2015!


Hoffentlich gibt es wieder etwas Schnee und euch wünsche ich alles Gute für das noch junge Jahr!

Sommerrückblick

Ich weiss, dass ich schon lange nichts mehr geschrieben habe. Dummerweise gab es auch nicht viel zu berichten. Meine Sprünge waren im weiteren Verlauf des Sommers nicht so wie ich es gewollt hätte. Beim Sommer Grand Prix in Einsiedeln konnte ich mich fast für den Wettkampf qualifizieren, doch das war leider das Beste, was ich auf die Reihe gekriegt habe. Vereinzelt konnte ich in den Trainings zwar immer wieder richtig gute Sprünge abliefern, doch das war bei weitem zu wenig. So konnte ich mich schon Teamintern für keinen COC oder SOGP mehr aufdrängen.

Als es dann endlich zumindest ein wenig bergauf ging, genau dann, habe ich mir eine Entzündung im Rücken zugezogen und konnte so ca.7 Wochen neben der Schanze nicht richtig trainieren. Auf der Schanze musste ich ebenfalls 5 Wochen auf Trainingseinheiten verzichten, was zum einen blöd war, weil es nicht mehr lange bis zum Winter geht und zum anderen weil ich einfach Skispringen will und es eine Qual ist, wenn ich nicht springen darf!

Nun in den letzten zwei Wochen konnte ich wieder gut auf der Schanze springen und ich bin an einem Punkt, wo ich den ganzen Sommer noch nicht war. In der letzten Woche hatte ich einige gute Sprünge aber eben kann ich die noch nicht immer abrufen und somit habe ich nach wie vor eine Menge zu tun, sowohl auf wie auch neben der Schanze.

Nebenbei waren am letzten Wochenende noch die Schweizermeisterschaften in Einsiedeln. Im Team konnten wir, das Team 1 des Zürcher Ski Verbandes, unseren Titel aus dem Vorjahr verteidigen, wenn auch nur hauchdünn (0,1 Punkt vor dem OSSV). Im Einzelspringen vom Sonntag wurde ich 6. wobei mir mein erster Sprung nicht so gelang wie er hätte sollen. Der zweite Sprung war dann etwa das, was ich als Grundlage auf den Winter schaffen muss um immer noch etwas drauflegen zu können.

In den nächsten Wochen werde ich weiter hart arbeiten, um mich wieder in das Weltcup-Team zu kämpfen und dort voll angreifen zu können!

 

Saisonvorbereitung voll im Gange

Nachdem wir bereits anfangs Mai wieder mit einem intensiven Kraft- und Ausdauertraining begonnen haben, sind wir nun auch seit 4 Wochen wieder auf der Schanze aktiv.

 

Zum Trainingsauftakt konnten wir eine gelungene Velotour von Einsiedeln aus machen. Unsere erste Etappe ging über die Ibergeregg und den Gätterlipass nach Gersau. Dort haben wir in einer schönen Jugi direkt am Vierwaldstädtersee genächtigt. Am nächsten Tag ging es weiter nach Sarnen und von dort aus über den Glaubenbielen nach Sörenberg und von dort auf das Salwidli. Die letzte Etappe führte uns dann wieder an den Vierwaldstädtersee nach Luzern, von wo wir mit dem Zug respektive dem Bus zurück nach Einsiedeln fuhren.

 

Direkt am Tag nach unseren ersten Sprüngen auf den Schanzen von Einsiedeln konnten wir einige Tage in Hinterzarten verbringen, wo wir einige Tage super trainieren konnten. Somit konnten wir als Team einen guten Start mit vielen gelungenen Sprüngen machen. Danach haben wir nun einige Wochen lang hart in Einsiedeln trainiert, bevor wir vergangene Woche nach Courchevel gingen. Wir hatten alle Tage super Wetter und so war es genial um zu trainieren. Am Tage des Matches Schweiz gegen Frankreich, spielten wir nach dem Training noch ein kleines Fussballspiel gegen Einheimische, welches wir etwa so klar gewannen, wie die Schweiz am Abend dann gegen Frankreich verlor. Nichts desto Trotz hatten wir diese Tage sehr profitieren können und durch die guten Bedingungen auch einiges auf der Schanze ausprobieren können.

Diese Woch dann hatten wir das alljährliche Fussballspiel gegen die Donatoren von Skijumping.ch mit anschliessendem Abendessen in der Luegeten. Das Spiel haben wir Skispringer, mit Hilfe unserer Nordisch Kombinierer, 4:1 gewonnen. Der Apero und das Abendessen in der Luegeten war gelungen und es konnten einige neue Kontakte geknüpft werden.

Nun wird weiter hart gearbeitet, denn die Sommerwettkämpfe lassen nicht mehr allzulange auf sich warten. Und beim Heim Sommer Grand Prix in Einsiedeln wollen wir natülrich unserem Publikum zeigen was wir können. Dafür brauchen wir am 8./9. August auch deine Unterstüzung und darum klicke auf folgenden Link um zur Homepage des Sommer Grand Prix zu gelangen.

 

http://www.sommerskispringen.ch/

Round the world

Beim Skifliegen am Kulm lief es nicht nach Wunsch. Ich konnte mich beide Male nicht für den Wettkampf qualifizieren und hatte aber gute Sprünge vom Tisch doch dann in der Luft klappte es nicht so richtig. Deshalb konnte ich meine persönliche Bestweite nur auf 158 Meter steigern. :-(

 

Nach dem Wochenende am Kulm ging es weiter nach Japan. In Japan lief es sehr unterschiedlich beim Continentalcup. Von der 2. besten Weite im Probesprung mit 135 Metern bis zum 2. letzten Rang am Wettkampf war alles dabei. Beim Weltcup eine Woche später, lief es nicht so rund. Für den ersten Wettkampf qualifizierte ich mich um 1 Rang nicht und beim zweiten Wettkmapf wurde die Quali abgesagt. Der Wettkampfsprung gelang mir dann aber gar nicht und so gab es leider keinen Weltcuppunkt in Japan. In den Tagen zwischen den COC-Springen und den Weltcups, gingen wir auch einmal auf die Alpinskis und konnten auch auf der Schanze trainieren.

 

Kaum waren wir aus Japan zurück in der Schweiz ging es wieder los in Richtung Slovenien. Doch kaum losgefahren wurden wir informiert, dass die COCs in Planica abgesagt wurden wegen zuviel Schnee. So hatte ich ein freies Wochenende um mich zu erhohlen.

Am Dienstag dann ging es bereits in die USA nach Iron Mountain. Auf dem Weg dorthin, wurde der Flug nach Greenbay gestrichen und so mussten wir ein Nacht in Chicago verbringen. Als wir dann am Mittwoch nach der langen Reise angekommen waren, konnten wir nicht trainieren, da es zu viel Wind an der Anlage hatte. Am Donnerstag konnten wir dann ein freies Training durchführen. Schliesslich begannen die Wettkampftage. Beim ersten Wettkampf am Freitag konnte ich mich nach dem 1. Durchgang auf dem 9.Rang platzieren. Doch dann im zweiten Sprung verpasste ich den Absprung komplett und so war nichts mehr zu hohlen. Weil es so den kürzesten Sprung des 2. Durchgang ergab, wurde ich schlussendlich nur 28. Am folgenden Tag konnte ich mich nicht für den Finaldurchgang qualifizieren. Und am Sonntag dann, musste das Springen wegen zu starkem Wind abgesagt werden.

Skifliegen am Kulm

Nach den enttäuschenden Ergebnissen am COC in Engelberg durfte ich trotzdem noch an meine erste Tournee. In Garmisch konnte ich mich zwar von Sprung zu Sprung steigern, dennoch reichte es schlussendlich um weniger als einen halben Meter nicht für den Wettkampf. Der 51. Rang war schade, denn dieser halbe Meter wäre drinn gelegen, aber positiv ist doch, dass ich wusste, es geht noch besser.

In Innsbruck dann, konnte ich mich ebenfalls in jedem Sprung steigern. Beim zweiten Trainingssprung, hatte ich noch ein Bindungsproblem und durfte dann nachspringen und konnte da einen ganz ansprechenden Sprung zeigen. In der Quali dann, war es eine Wind- lotteri und bei der habe ich ein schlechtes Los gezogen. Der Sprung war vom Schanzentisch ganz gut und ich freute mich bereits auf einen tollen Flug, dann packte aber der Rückenwind zu, der mich dann halt schon bald zu Boden drückte. Die 105,5 Meter waren nicht so schlecht, aber auch mit den 15,9 Pluspunkten wegen des starken Rückenwindes zu wenig. So wurde ich 55. und muss mich bis nächstes Jahr gedulden, bis ich mein erstes Duell an der 4 Schanzen Tournee bestreiten kann.

Nach diesen beiden Einsätzen bei der Tournee ging es für mich zwei Tage ins Training, wo ich noch an einigen Details arbeiten konnte. Nun bin ich bereit für mein erstes Skifliegen am nächsten Wochenende in Bad Mitterndorf am Kulm. Ich freue mich bereits riesig aufs Skifliegen und hier noch etwas als Vorgeschmack:

http://www.youtube.com/watch?v=P4YgNxoWdKk

 

Viel Spass beim Skifliegen, mitverfolgen entweder direkt an der Schanze oder zu Hause vor dem Fernseher!

Engelberg

Nach dem Saisonauftakt in Klingenthal und der zweiten Station in Kuusamo, wo es mir nicht so gut lief und ich auch noch einen Sturz hatte, machte ich eine Woche Trainingspause. Nach dieser einwöchigen Trainingspause ging es für mich weiter nach Rena, wo ein Continental Cup statt fand. Dort wurde ich zwei Mal 22. und der dritte Wettkampf wurde abgesagt. In der folgenden Woche direkt vor Engelberg hatte ich auch noch meine Prüfungen in der Schule.

 

Dann hatte ich alle Prüfungen durch und das Heimspringen in Engelberg stand vor der Tür, auf welches ich mich wirklich extrem freute. Am Freitag im Training und der Quali bin ich schon ganz gut gesprungen, wodurch ich mich auch gut für den Wettkampf vom Samstag qualifizierte. An jenem Wettkampf dann, hatte ich einen guten ersten Sprung auf 128m, was mir den 15. Rang nach dem ersten Durchgang einbrachte. Das hat sogar geheissen, dass ich bis dahin der beste Schweizer war und, dass ich meine ersten Weltcup-Punkte auf sicher hatte! Es war der Hammer vor dieser Kulisse zu springen und ich freute mich ungemein auf den zweiten Sprung. Als ich dann aber vom Balken ging für den zweiten Sprung, konnte ich den Kopf einfach nicht abschalten und wollte es zu gut machen, was dazu geführt hat, dass mir dieser zweite Sprung total missriet. Die 110,5m die daraus resultierten haben mich auf den 30. Rang zurückgeworfen. Am zweiten Tag dann, über dieses Highlight vom Samstag, konnte ich mich nicht einmal für den Wettkampf qualifizieren, was mich sehr enttäust hat und was einfach nicht passieren darf.

Nun habe ich Weihnachten gefeiert und mich gut erhohlt. In diesem Sinne auch von mir noch Merry Christmas! Nun geht es weiter mit dem Continental-Cup in Engelberg. Dort will ich wieder bei den guten Sprüngen anknüpfen und mich so für die Vier-Schanzen-Tournee aufdrängen.

Saisonauftakt in Klingenthal

Der Saisonauftakt steht kurz bevor! Für den letzten Schliff in Richtung Winter ging unser gesamtes Team am vergangenen Montag nach Neuss in die Skihalle. Dort haben wir einen intensiven und spannenden Tag erleben dürfen. Die Bedingungen in der Halle waren super. Die Skitests konnten ohne Komplikationen durchgeführt werden. An der Anfahrtsposition konnte man auch hervorragend arbeiten, um so noch ein paar Zehntel an Anfahrtsgeschwindigkeit zu gewinnen.


Nun da die Killerposition sitzt, ging es noch darum die vier Athleten zu bestimmen, welche nach Klingenthal zum Weltcupauftakt fahren dürfen. Im Testwettkampf konnte ich im Probesprung und im 1. Durchgang keine guten Sprünge zeigen und war so bei Halbzeit nur auf dem 5. Platz, was nicht gereicht hätte. Im zweiten Sprung konnte ich dann allerdings eine bessere Leistung abrufen und sprang so noch auf den 2. Platz nach vorne, was heisst ich darf in Klingenthal an den Start.


Somit ist das Schweizer Team in Klingenthal wie folgt besetzt: Simon Amman, Gregor Deschwanden, Marco Grigoli und Pascal Kälin werden starten.

Ich freue mich riesig auf die ersten Sprünge auf Schnee und denn Wettkampf!

 

HOPP SCHWIIZ!

Nizhny Tagil - Sochi - Almaty

Der lange Trip begann mit der sehr langen Reise nach Nizhny Tagil, welches in Russland liegt. Die Reise dorthin, war speziell, denn ich habe es noch nie erlebt, dass ich nach einer Reise die am Mittag begonnen hatte direkt zum Frühstück gehen konnte und erst danach ins Bett. Im Hotel dort, erlebte ich sowieso etwas Neues. Wenn man das Wasser laufen liess, schoss einem zuerst eine braune Brühe entgegen, die dann allmählich klar wurde. Wenn man warm Duschen wollte, musste man das Wasser ungefähr 15 Minuten laufen lassen, bis das Wasser einigermassen warm wurde. Egal, an die Umstände muss man sich gewöhnen…

 

Der Wettkampf dann, auf der K 90 Meter Schanze, war für mich super! Ich konnte einen tollen 1. Sprung auf der Schanze zeigen und konnte mich so auf dem 7. Zwischenrang platzieren. Im Finaldurchgang, war ich natürlich schon etwas mehr aufgeregt, denn es waren meine ersten Punkte bei einem Sommer Grand Prix und gleich war ich in den Top Ten nach dem 1. Sprung. Dennoch konnte ich einen weiteren guten Sprung auf die Schanze setzen und so verlor ich nur 2 Ränge und konnte somit mein erstes Top Ten-Resultat als 9. feiern. Der zweite Wettkampf, welcher dann auf der Grossschanze ( K 120 Meter ) stattfand, gelang mir auch nicht schlecht. Im Probesprung war ich sogar 4. und im Wettkampf verpasste ich dann leider bei meinen beiden Sprüngen den Schanzentisch komplett, so dass es für den 28. Rang reichte. Das heisst es gab ein zweites Mal Punkte für mich, die sehr wichtig sind und somit kann ich mit diesem Wochenende und meinen bis dahin 32 Punkten sehr zufrieden sein.

 

Die Reise ging weiter nach Sochi, um nochmals etwas Energie zu tanken und sich nochmals voll zu puschen. Es war beeindruckend, wenn man die Fortschritte der Bauten sah und man will das dann natürlich unbedingt nochmals sehen, wenn alles fertig und „sauber“ ist. Die Sicht vom Boot aus auf Sochi war ebenfalls top und die russischen Spezialitäten die auf den Tisch kamen, waren ebenfalls vorzüglich. Nur am letzten Tag habe ich und 2 meiner Teamkollegen sowie ein Trainer wohl etwas Schlechtes erwischt. So wurde die Reise nach Almaty zum Horror-Trip. Speziell für mich… Ich musste mich unzählige Male übergeben.

 

Doch dann war auch das überstanden und es konnte wieder auf die Schanze gehen. Die Schanze in Almaty ist eine Schanze, bei der man sehr hoch zu fliegen kommt, das war etwas speziell. Es herrschte auch oft Aufwind, was wir Springer natürlich sehr gerne haben. Im ersten der beiden Wettkämpfe dort, qualifizierte ich mich als 17. mit einem „solala“-Sprung für den Final. In diesem Finalsprung, zeigte ich dann vom Gefühl her einen ordentlichen Sprung, doch wie ich dann auf dem Video und auf der Resultatentafel sehen musste, war er das nicht so. Dennoch, Schlussrang 23 kann sich sehen lassen und für mich gilt ja, jeder Punkt ist ein wichtiger Punkt. Am Sonntag dann, konnte ich mich mit einem Sprung auf 126,5 Meter für den Final qualifizieren und lag auf Rang 23 zur Halbzeit. Im zweiten und letzten Sprung konnte ich dann noch meinen besten Sprung zeigen und bin 130 Meter gesprungen. Das hat mich dann immerhin noch 3 Ränge nach vorne gebracht, was heisst, dass es mit Rang 20 noch ein Top 20 Ergebnis gegeben hat.

 

Mit diesen 4 Wettkämpfen kann ich sehr zufrieden sein. Fazit: 4 Wettkämpfe, 4Mal Punkte = Way to go! Nun freue ich mich auf das Sommer Grand Prix Final in Klingenthal.

 

Abenteuer Russland & Kasachstan

Nach meinen ersten Sprünge am vergangenen Mittwoch und meinem Comback beim Fis-Cup in Einsiedeln, geht es ab in den Osten. Das Comback ist aus meiner Sicht gelungen beim Heim-Fis-Cup, dies mit einem 4. und einem 5. Rang. Nun darf ich nach Nizhny Tagil und Almaty an die Sommer Grand Prix Springen. Ich freue mich schon riesig und hoffe da auch gute Sprünge zeigen zu können.

Das Ziel ist, dass ich die ersten Punkte einheimsen kann.

Sommer GP in Hinterzarten

Nun ist bereits das erste Sommer Grand Prix-Wochenende vorbei. Zum Auftakt konnte ich mich gleich für den Wettkampf qualifizieren. Der Sprung in der Quali von 101 Meter war vom Tisch ganz gut, zum Ende des Fluges habe ich allerdings noch einige Meter verschenkt. So ging ich nach einem freien Samstag, da ich das Mixed-Team-Springen nicht springen durfte, voll motiviert und erhohlt an den Start. Im Probesprung klappte es noch nicht wunschgemäss, aber das Gefühl für den Wettkampf stimmte. Der Sprung im 1. Durchgang war ganz lässig, nur der Aufwind war nicht so stark wie beim Grossteil der Konkurrenz. Aber eben wie gesagt, es war ein guter Sprung und so reichte es nur knapp nicht für den 2. Durchgang und somit auch nicht für die ersten Punkte.

Der 33. Schlussrang ist trotzdem mein bestes Ergebniss und nächste Woche in Wisla habe ich die nächste Chance und ich bin guter Dinge diese zu packen.

Start Sommer Grand Prix!

Bald ist es soweit, der Sommer Grand Prix 2013 beginnt!

 

Morgen Sonntag werde ich nach Villach fahren ins Sommercamp um noch zu trainieren. Nach dem Training werde ich am Donnerstag direkt nach Hinterzarten reisen, wo der erste Sommer Grand Prix der Saison stattfindet. Ich freue mich schon riesig und kann es kaum erwarten, bis es los geht!

 

Also Achtung liebe Leute, der Sommer Grand Prix ist auch schon bald in Einsiedeln, bei mir zu Hause und ich hoffe da möglichst viele von euch zu sehen und mit tollen Sprüngen begeistern zu dürfen!

Glockenspringen 2013

Gestern Freitag und heute Samstag fand das 5. Internationale Glockenspringen in Einsiedeln statt. Es war der erste Wettkampf dieser neuen Saison. Das Wetter war leider wirklich schlecht und deshalb musste der Wettkampf auf der grossen Andreas Küttel-Schanze, mit Hillsize 117m, abgesagt werden. Ich, sowie die meisten anderen Springer, waren durch den schlammigen Auslauf auch ziemlich dreckig; meine weisse Rückseite vom Anzug war von dem her nicht ganz optimal in diesem halben Swimmingpool.

 

Nun der Wettkampf auf der Hillsize 77m Schanze konnte normal durchgeführt werden. Am Freitagabend bin ich schon nicht wunschgemäss gesprungen und doch schaffte ich es am Samstag nochmals schlechter zu springen. Das heisst 4 von 5 Sprüngen entsprachen nicht dem, was ich eigentlich drauf hätte auch wenn ich weiss, dass die Form noch nicht ganz stimmt. Somit ergab das für mich nur einen 6. Rang. Tja nicht so schlimm und es zeigt mir auch gleich nochmals, dass es noch einiges zu tun gibt in den nächsten Monaten.

 

Nach diesem ersten „Kräfte-Messen“ freue ich mich nun auf die nächsten Trainingstage! Und ich hoffe natürlich auch, dass Petrus etwas Gnade mit uns hat und somit der Sonne die Möglichkeit gibt uns wieder einmal zu beglücken!

 

Saisonrückblick 2012/13

So, nach dem schönen Saisonabschluss im Norden, wo ich mich in Oslo nochmals fürs Hauptfeld qualifizieren konnte und dann dort auch meinen ersten Hauptwettkampf springen konnte, ist es Zeit für einen Saisonrückblick.

Zum Start in den Winter gab es ein Trainingslager in Lillehammer, sowie eines in Chaux-Neuve. An beiden Orten konnte ich super trainieren und konnte wirklich tolle Sprünge zeigen. Auch in Engelberg zeigte ich sehr starke Trainingssprünge. Leider waren dann aber die Wettkämpfe zu beginn der Saison alles andere als nach meinem Geschmack. Ich konnte die guten Trainingsleistungen nicht abrufen und so musste ich sogar mein schlechtestes Conti-Cup Ergebnis einstecken. Auch im Alpencup lief es zuerst nicht rund. Über die schlechten Leistungen durfte ich nicht nach Zakopane an den COC, was auch logisch war, so ging ich nach Frankreich an den Coup de France, da kam der nächste Tiefpunkt, doch das war zugleich auch die grosse Wende des Winters. Am folgenden Wochenende begann ein starker Aufwärtstrend. So wurde ich beim Alpencup 3. Danach gab es die ersten COC-Punkte in Bischofshofen und danach konnte ich an die Junioren WM in Liberec. Somit hatte ich bereits die B-Kader Selektion erreicht und auch die erste Top 20 Rangierung im COC. Somit hatte ich bereits alle Ziele für die Saison erreicht, ausser das mit der Anvisierung der Top 10 bei der JWM gelang mir mit dem 24. Rang nicht.

Weiter ging der Aufwärtstrend mit vielen guten Sprüngen und ich kann wirklich zufrieden sein mit diesem Winter. 2 Top 10 Resultate konnte ich im Conti-Cup noch erreichen und sonst auch noch COC-Punkte sammeln. Im Weltcup konnte ich mich in 2 von 4 Qualifikationen für den Wettkampf qualifizieren und die anderen beiden Male schaffte ich es um 0,5 Meter oder noch weniger nicht ins Hauptfeld. Die grösste Enttäuschung war allerdings, dass ich es nicht schaffte, mich teamintern für die WM zu qualifizieren, denn ich konnte in den entscheidenden Sprüngen nur einmal zeigen was ich drauf gehabt hätte. Doch das Springen am Holmenkollen zum Abschluss war ein tolles Erlebnis.

Nun will ich den Aufwärtstrend im Sommer weiter führen. Ich freue mich bereits riesig auf die Olympia-Saison 2013/14!

COC Vikersund

Bei meinem letzten COC Einsatz in dieser Saison gingen wir nach Norwegen, wo in Vikersund auf der HS 117 Meter Schanze zwei Conti-Cups durchgeführt worden sind. Das Wetter am ersten Tag war super und auch die Bedingungen um Ski zu springen. Am späten Nachmittag ging es mit zwei Trainingssprüngen los und danach wurde direkt der erste Wettkampf gemacht. Die Sichtverhältnisse waren dann allerdings nicht mehr gut, da das Flutlicht nicht so gut war und die Sonne sich für diesen Tag verabschiedet hatte. Trotzdem fand ein toller Wettkampf statt, bei dem ich mich, im ersten Durchgang, mit einem Sprung auf 109 Meter im 19. Rang einordnen konnte. Im zweiten Sprung konnte ich mich auf 110,5 Meter steigern und so kam ich noch auf den 16. Rang.

Am Sonntag konnte der Probesprung nach Plan durchgeführt werden. Als dann der Wettkampf begonnen hatte, wurde der Wind immer stärker und so musste 2 Mal neu gestartet werden und dazwischen gab es noch Pausen, da der Wind zwischenzeitlich zu stark war. Als es dann aber losging, musste man ein wenig Glück haben um den Aufwind zu erwischen. Ich konnte einen super Sprung zeigen und so reichte es trotz etwas Windpech in den zweiten Durchgang. In diesem zweiten Durchgang, konnte ich mich dann noch um 11 Ränge verbessern mit einem Sprung auf 111 Meter. So gab es nochmals einen 16. Rang.

Nun ist die COC-Saison beendet. Ich konnte 113 Punkte Sammeln und bin damit sehr zufrieden, auch wenn es das eine oder andere Springen gab, bei dem ich gar nicht zufrieden war. Nun freue ich mich auf die zwei Weltcupstarts in Trondheim und Oslo diese Woche. Drückt mir die Daumen!

Wisla – WM

Letzte Woche ging es für mich das zweite Mal nach Polen, das erste Mal war es allerdings wegen der EYOF vor 4 Jahren. Dort in Wisla fanden noch zwei Conti-Cups statt. Am Freitag im offiziellen Training fühlte ich mich schon wohl auf der Schanze und konnte mich im zweiten Sprung auch weitenmässig auch schon in die Top 10 einreihen. Am Samstag dann beim ersten Wettkampf, waren sehr faire Bedingungen und ich konnte mich gegenüber dem Training nochmals steigern und so klassierte ich mich nach Durchgang 1 auf dem 8. Platz. Der zweite Sprung war dann nochmals eine Spur besser, doch unten im Flug verschenkte ich noch einige Meter. So konnte ich mich noch um einen Platz verbessern und wurde 7. Das ist nun mein bestes COC-Ergebnis, worüber ich mich sehr freue, allerdings wäre es toll gewesen 6. zu werden und so das erste Preisgeld zu erhalten.

Am Sonntag waren wieder super Verhältnisse zum Skispringen und ich war heiss mein Ergebnis vom Vortag zu bestätigen. Im Probesprung sprang ich zu viel nach vorne und konnte meinen Sprung noch auf 114m retten. Im Wettkampf dann wollte ich es zu gut machen und so war alles zu verkrampft und ich konnte mich nur um 1 Meter verbessern. Das hiess Schlussrang 37 und somit kein 2. Durchgang. Direkt nach dem Springen fuhren wir dann nach Predazzo zur WM.

Nach meiner ersten Pressekonferenz und dem ersten Tag in Val di Fiemme hatten wir dann am Abend auch gleich das erste offizielle Training. Mir wurde die Startnummer 1 zugelost, was auch kein Vorteil war. Im ersten Sprung gab die Jury zu Beginn viel zu wenig Anlauf und so kam ich auf keine grosse Weite. In den folgenden Durchgängen änderte sich der Rhythmus zwischen den Durchgängen ständig, obwohl sie immer dasselbe sagten ( 5 Minuten Pause und dann 3 Vorspringer ). Egal, ich versuchte mich dadurch nicht aus der Konzentration bringen zu lassen. So konnte ich mich auch von Sprung zu Sprung steigern und machte im 3. Durchgang einen lässigen Sprung auf 120,5 Meter. Am zweiten Tag dann im zweiten offiziellen Training mussten unsere Trainer dann entscheiden wer nach Hause fahren muss von uns 3 ( Marco Grigoli, Killian Peier oder ich). Und nach dem guten 3. Sprung des Vortages hätte es so weiter gehen können, doch ich zog einen schlechten Tag ein und konnte in keinem der 3 Sprünge zeigen, was ich im Moment drauf hätte. So hiess es für mich noch am selben Abend packen und nach Hause fahren.

Schade um das tolle Erlebnis, aber nun kann ich dieses Wochenende beim COC Vollgas geben und mich so für weitere Aufgaben im Weltcup aufdrängen.

Team-Tour 2013

Vor einer Woche war der Auftakt zur diesjährigen Team-Tour in Willingen mit dem offiziellen Training und der Qualifikation und dort waren auch 4 Schweizer mit dabei, unter anderem auch ich. Es war meine zweite Möglichkeit mich für einen Wettkampf im Weltcup zu qualifizieren. Diese Chance nutzte ich mit einem guten Qualifikationssprung, bei dem ich auf 126 Meter gesprungen bin. Diese Weite und die Startnummer 1 ermöglichten mir, mich während den ersten 17 Springern in der Leaderbox einzurichten. Diesen Moment habe ich sehr genossen und die Freude auf den Sonntag war bereits riesig. Davor war aber am Freitagabend noch die Eröffnungsfeier bei der die Teams vorgestellt wurden. Es war super vor all den Leuten zu stehen und Autogramme zu schreiben und Fotos zu machen. Am Samstag dann fand das Team-Springen statt, wo wir auch mitsprangen. Unser Team sprang in folgender Reihenfolge: 1. Gregor Deschwanden, 2. Killian Peier, 3. Ich und als letzter Simon Ammann. Der Sprung im Team-Wettkampf war nicht schlecht aber gelang mir halt trotzdem nicht so gut wie in der Quali. Es war toll das erste Mal vor solch einer Kulisse zu springen aber schade, dass wir den Einzug in den zweiten Durchgang nicht schafften.

Am Sonntag dann, konnte auf Grunde des sehr starken Aufwindes nicht gesprungen werden. Was ich natürlich ausserordentlich schade fand, denn es fanden sich wieder viele Leute im Stadion ein, das heisst es wäre eine super Stimmung gewesen und natürlich ist es schade, wenn man sich zum ersten Mal qualifiziert und dann nicht springen darf.

Am Montag durfte ich dann aber weiter nach Klingenthal und da nochmals die Qualifikation bestreiten. Montagabend bei der Eröffnungsfeier wurde ich zwar als Gregor Deschwanden vorgestellt, aber das hat Simon dann geklärt. Es war für mich aber erstaunlich wie viele Leute sich da in Klingenthal für diese Eröffnungsfeier an einem Montagabend eingefunden haben. Am Dienstag dann war es wieder sehr windig und daher musste bereits der zweite Trainingssprung abgesagt werden, da wegen der langen Wartezeiten zu wenig Zeit gewesen wäre. Das hat mir ein wenig Stress bereitet, denn ich musste von der Schanze runter, den Anzug wechseln und gleich wieder nach oben. Bei den ständig wechselnden Bedingungen hatte ich ein wenig Pech und hatte als einer von wenigen sogar Pluspunkte bei der Windkompensation. Mein Sprung war rein technisch gesehen ganz ok aber ich konnte zu wenig Druck am Schanzentisch anbringen und so reichte es mit dem Rückenwind im Hang um 0,9 Punkte oder eine halben Meter nicht für die Qualifikation. So musste ich am Mittwoch beim Springen zusehen und da musste ich nochmals diesem halben Meter nachtrauern, denn es wäre toll gewesen vor den 10‘700 Zuschauern zu springen und zu zeigen was ich kann.

Diese Woche war ein super Erlebnis und ich konnte einiges für die Zukunft lernen, so dass es das nächste Mal wieder klappt mit der Quali. Nun geht es nächste Woche nach Polen zum COC in Wisla.

COC Planica 2013

Letztes Wochenende fand in Planica ein COC statt. Wir reisten bereits am Donnerstagabend an, denn wird durften am Freitagmorgen noch ein freies Training auf der Schanze machen. Nach einem guten Training auf der Schanze am Morgen, konnten wir am Nachmittag noch eine Halle für eine Vorbereitung nutzen.

Top vorbereitet gingen wir dann am Samstagmorgen an die Schanze für das offizielle Training und dann den Wettkampf. Allerdings machte das Wetter nicht mit und so wurde das Training nach ca. 60 Springern abgebrochen und der Wettkampf abgesagt. Das hatte zur Folge, dass am Sonntag vor dem Wettkampf mindestens noch ein Trainingssprung gemacht werden musste. Da am Sonntag perfektes Wetter und super Bedingungen waren, wurde der Wettkampf vom Vortag auch noch nachgeholt, somit wurden zwei Wettkämpfe durchgeführt. Nach dem gelungen Trainingssprung, missriet mir der erste Wettkampfsprung völlig und damit qualifizierte ich mich leider nicht für den zweiten Durchgang. Beim zweiten Wettkampf konnte ich dann reagieren und zeigte einen super ersten Sprung, so dass ich nach dem 1. Sprung auf dem sensationellen 2. Rang war. Mit dem zweiten Sprung konnte ich meine Position nicht ganz halten und fiel noch auf den 9. Rang zurück, was nichts desto trotz ein tolles Ergebnis ist, vor allem, da es mein erstes top 10 Resultat im COC ist.

Nun geht es nächstes Wochenende nach Willingen an den Weltcup, wo ich an der Qualifikation teilnehmen darf. Ebenfalls werde ich im Team-Springen mit dabei sein.

Junioren WM in Liberec

Die letzten 10 Tage waren sehr erlebnisreich, mit dem COC in Bischofshofen, welcher zugleich die Vorbereitung für die Junioren WM in Liberec war. In Bischofshofen konnte ich meine ersten Winter-COC-Punkte ergattern und beim zweiten Springen erreichte ich mein erstes Top 20 Resultat mit dem 20. Rang. Somit war die unmittelbare Vorbereitung für Liberec geglückt. Am Montag dann, ging es weiter nach Liberec, wo am Abend die Eröffnungsfeier stattfand.

Am Dienstag fand dann unser erstes offizielles Training statt. Beim ersten Sprung konnte man gut sehen, dass ich zuvor in Bischofshofen gesprungen bin, denn dort ist der Radius und der Schanzentisch sehr lang und Liberec ist es komplett anders. Der Radius und der Tisch sind dort sehr kurz. Beim zweiten Sprung sah es dann doch schon besser aus und so freute ich mich bereits auf den Mittwoch aufs zweite Training. Dort allerdings gelang es nicht mehr mich zu steigern. Die Sprünge waren auf einem konstanten Niveau, aber den Schanzentisch habe ich dennoch nie getroffen.

Nun galt es ernst, der Einzelwettkampf stand an. Der Probesprung missglückte etwas, dafür konnte ich mich im 1.Durchgang wieder etwas steigern und so reichte es gerade noch in den 2. Durchgang, obwohl auch dieser Sprung nicht wirklich gelang. Für den zweiten Sprung nahm ich mir vor alles auf eine Karte zu setzen. Diese Taktik ging dann aber daneben, weil ich mich so richtig verkrampfte. Immerhin konnte ich mich noch um 4 Plätze verbessern und so resultierte der 24. Schlussrang. Am Freitag machte ich dann einen freien Tag und ging etwas die City anschauen und shoppen. Am Samstag hatten wir dann noch den Teamwettkampf, unser Team bestand aus Andreas Schuler, Luca Egloff, Killian Peier und mir. Weil man auf den Abend immer mehr Wind erwartete, wurde der Probedurchgang abgesagt und der Wettkampf um zwei Stunden vorgezogen. Ich startete als erster unseres Teams und landete auf dem 6. Platz in meiner Gruppe. Danach verloren wir noch 5 Plätze und wurden so leider nur 11. und damit wurde es nichts aus einem 2. Durchgang, bei dem nur die besten 8 Teams mitspringen dürfen.

Diese Tage waren sehr abwechslungsreich und eine neue Erfahrung, da es mein erste Junioren Weltmeisterschaft war und ich glaube, dass ich einiges von dort mitnehmen kann. Weiter geht es nun mit dem Continental Cup in Planica.

Alpencup in Planica 11.01. - 13.01.2013

Am Freitag 11.Januar, durfte ich meinen 20. Geburtstag feiern und zugleich fand das offizielle Training des Alpencups in Planica statt. Der Alpencup wurde vom eigentlich geplanten Ort, Kranj, nach Planica verschoben. Es war der erste internationale Wettkampf auf den neuen Schanzen dort. Im Training konnte ich bereits zwei gute Sprünge zeigen und wollte mir somit am Samstag gleich selbst ein Geburtstagsgeschenk machen.

Am Samstag schliesslich konnte ich endlich in diesem Winter auch im Wettkampf einen guten Sprung zeigen und nicht nur im Training. So war ich nach dem 1. Durchgang auf dem 2.Platz. Der zweite Sprung war vom Timing am nicht mehr so gut wie der erste und so sprang ich ein wenig kürzer und durch die Landung, bei der mir der eine Ski etwas wegfuhr, musste ich den 2. Rang noch abgeben. Aber trotzdem war ich überglücklich mit dem 3. Schlussrang, welcher ein super Geburtstagsgeschenk ist. Somit konnte ich auch mein erstes gutes Resultat des Winters verbuchen, da der Start in den Winter eher harzig war.

Am Sonntag hat es geschneit, was andere Bedingungen bedeutete im Gegensatz zum Sonnenschein vom Vortag. Der erste Sprung gelang wieder ziemlich gut und so konnte ich mich nach dem ersten Durchgang auf dem 10.Platz einordnen, wobei die Abstände nach vorne wie auch nach hinten sehr klein waren. Beim zweiten Sprung verpasste ich den Absprung total und fiel von der Kante runter, so fehlte mir einfach die Höhe um trotz einer guten Flugphase weiter als 89,5 Meter zu springen. Somit ging es leider noch ein paar Ränge zurück, statt nach vorne. So resultierte der 15. Schlussrang, was doch ein ansprechendes Resultat ist.

Mit diesem Alpencupwochenende bin ich sehr zufrieden, zum einen Resultatmässig, zum anderen habe ich gezeigt, dass es mit wenig mehr ganz nach vorne reichen kann. Nun freue ich mich auf den Conti-Cup in Bischofshofen und dann vor allem auf die Junioren-Weltmeisterschaft im Tschechischen Liberec.